Elena Dorner begleitet Frauen mit Yoga und Coaching im Rhein-Main-Gebiet, in Frankfurt, der Rhön und online – für mehr Gelassenheit, Selbstvertrauen und innere Ruhe. Bedürfnisse erkennen Paarcoaching Frauencoaching Unzufrieden in der Beziehung Selbstliebe Selbstzweifel Selbstzweifel als Mama Selbstannahme

Warum will ich es allen recht machen?

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Du bekommst eine Nachricht mit der Bitte, noch etwas zu übernehmen. Eigentlich hast du keine Zeit. Trotzdem schreibst du: „Klar, mache ich.“

Jemand ist plötzlich kurz angebunden – und du gehst im Kopf sofort das letzte Gespräch durch. Habe ich etwas Falsches gesagt? Ist sie sauer auf mich?

Oder du möchtest etwas absagen und formulierst die Nachricht dreimal um, damit dein Gegenüber bloß nicht enttäuscht ist.

Warum ist es uns manchmal so wichtig, dass alle mit uns zufrieden sind? Und warum fühlt sich ein Nein so viel schwerer an, als es eigentlich sein müsste?

People Pleasing wird oft auf das Thema Grenzen setzen reduziert. Doch dahinter steckt meist viel mehr. In diesem Artikel schauen wir deshalb nicht nur darauf, wie du häufiger Nein sagen kannst, sondern vor allem darauf, warum du so oft Ja sagst, obwohl du eigentlich Nein meinst


People Pleasing (Harmoniesucht) zeigt sich nicht nur darin, dass du schlecht Nein sagen kannst.

Vielleicht überlegst du lange, bevor du deine Meinung sagst. Du entschuldigst dich ausführlich für eine Absage. Du übernimmst noch etwas, obwohl dein Tag längst voll ist.

Oder du merkst sofort, wenn sich die Stimmung eines anderen Menschen verändert.

Ein anderer Tonfall reicht und dein Kopf legt los:

Habe ich etwas gemacht?

War ich zu direkt?

Hätte ich das anders sagen sollen?

Nach außen bist du hilfsbereit, unkompliziert und zuverlässig. Innerlich bist du aber ständig damit beschäftigt, wie dein Verhalten bei anderen ankommt.

Und genau das kann unglaublich anstrengend sein.


„Du musst nicht lernen, dass dir andere egal sind. Du darfst lernen, dass du dir genauso wichtig bist.“

Elena | Federleicht Leben


Harmonie zu mögen, ist erst einmal nichts Schlechtes.

Auch Rücksicht, Hilfsbereitschaft und der Wunsch, für andere da zu sein, sind keine Eigenschaften, die wir loswerden müssen.

Spannend wird es an einem anderen Punkt:

Was passiert in dir, wenn jemand eben nicht zufrieden mit dir ist?

Kannst du damit leben, dass eine Freundin deine Entscheidung schade findet?

Dass ein Kollege genervt ist, weil du eine Aufgabe nicht übernimmst?

Dass jemand dein Nein vielleicht sogar egoistisch findet?

Wenn allein die Vorstellung daran Unruhe auslöst, geht es häufig um mehr als Hilfsbereitschaft.

Dann kann hinter deinem Ja der Versuch stecken, etwas anderes zu vermeiden: Kritik. Ablehnung. Einen Konflikt. Eine unangenehme Stimmung. Oder das Gefühl, nicht mehr gemocht zu werden.

Das Ja sorgt dann kurzfristig für Ruhe im Außen – aber nicht unbedingt in dir.


Niemand wacht eines Morgens auf und beschließt: Ab heute richte ich mein Leben danach aus, was andere von mir erwarten.

Solche Verhaltensweisen entstehen über lange Zeit.

Vielleicht hast du früh erlebt, dass es Anerkennung gab, wenn du unkompliziert, fleißig oder hilfsbereit warst.

Vielleicht hast du Sätze gehört wie:

„Sei lieb.“

„Mach jetzt keinen Ärger.“

„Streng dich an.“

„Du bist doch die Vernünftige.“

Oder du hast einfach beobachtet, dass Harmonie angenehmer war als Konflikt.

Die Geschichten dahinter sind unterschiedlich. Was wir irgendwann gelernt haben, nehmen wir aber oft mit in unser Erwachsenenleben.

Dann wird aus „Ich möchte helfen“ schnell ein „Ich muss helfen“.

Aus „Mir ist Harmonie wichtig“ wird „Ich darf niemanden verärgern“.

Und aus „Ich möchte gemocht werden“ vielleicht irgendwann „Ich muss mich so verhalten, dass andere mich mögen“.


Hier liegt für mich einer der wichtigsten Punkte.

Wenn dein Gefühl, gut genug zu sein, stark davon abhängt, was du leistest, wie hilfreich du bist oder wie andere auf dich reagieren, bekommt deren Meinung sehr viel Macht.

Dann ist ein Nein nicht einfach nur ein Nein.

Es kann sich anfühlen wie:

Jetzt enttäusche ich jemanden.

Jetzt denkt sie schlecht von mir.

Jetzt bin ich egoistisch.

Jetzt bin ich schwierig.

Also sagst du lieber Ja.

Kurzfristig fühlt sich das vielleicht sogar leichter an. Die Situation ist geklärt, niemand ist sauer und du musst keine unangenehme Reaktion aushalten.

Langfristig zahlst aber oft du den Preis dafür.

Mit deiner Zeit. Deiner Energie. Und irgendwann mit dem Gefühl, in deinem eigenen Leben immer wieder an zweiter Stelle zu stehen.


In meinem Newsletter schreibe ich regelmäßig über genau diese kleinen Alltagssituationen: Warum wir reagieren, wie wir reagieren, warum es uns manchmal so schwerfällt, uns selbst ernst zu nehmen – und was dabei helfen kann, Stück für Stück etwas zu verändern.

Wenn du meine Gedanken und Impulse gern regelmäßig lesen möchtest, kannst du dich hier kostenfrei für meinen Newsletter eintragen.

„Elena Dorner von Federleicht Leben – Impulse zu People Pleasing, Selbstwert und eigenen Bedürfnissen“

Das Verrückte daran ist: Wir wollen es anderen oft recht machen, weil uns die Beziehung wichtig ist.

Wir wollen keinen Streit. Niemanden verletzen. Die gute Stimmung erhalten.

Und manchmal entsteht dadurch genau das Gegenteil.


  • Du sagst Ja zu einem Treffen, auf das du eigentlich keine Lust hast – und bist den ganzen Abend genervt.
  • Du übernimmst zum dritten Mal etwas für einen Kollegen – und ärgerst dich darüber, dass er „immer dich fragt“.
  • Du sagst deiner Familie nicht, dass dir gerade alles zu viel ist – und ziehst dich irgendwann zurück, weil du deine Ruhe möchtest.

Der andere weiß dabei möglicherweise gar nicht, was passiert ist.

Wir machen ihn innerlich für etwas verantwortlich, das wir selbst nie ausgesprochen haben.

Das kann Distanz schaffen.

Nicht weil wir zu wenig für andere tun.

Sondern weil wir uns selbst in der Beziehung irgendwann nicht mehr ehrlich zeigen.

Deshalb beginnt Veränderung für mich auch nicht mit dem Vorsatz:

Ab jetzt sage ich einfach öfter Nein.

Denn wenn du seit Jahren automatisch Ja sagst, ist ein Nein manchmal gar nicht sofort verfügbar.

Der erste Schritt passiert vorher.

In diesem kleinen Moment, bevor die Antwort kommt.

Du kannst dich fragen:

Will ich das gerade wirklich?

Oder sage ich Ja, weil ich Angst vor der Reaktion auf mein Nein habe?

Vielleicht merkst du, dass dein Bauch sich zusammenzieht. Dass du sofort nach einer Rechtfertigung suchst. Oder dass dein erster Gedanke eigentlich „Nein“ war, bevor dein Kopf angefangen hat, Gründe für ein Ja zu finden.

Genau dort beginnt das, was bei Federleicht Leben hinter Spüren. Verstehen. Verändern. steckt.

Erst wahrnehmen, was gerade passiert.

Dann verstehen, warum.

Und erst danach überlegen: Wie möchte ich diesmal handeln?

Es geht nicht darum, von heute auf morgen jede Bitte abzulehnen oder nur noch das zu tun, worauf du gerade Lust hast.

Und es geht auch nicht darum, dass dir egal wird, wie es anderen Menschen geht.

Du darfst hilfsbereit sein.

Du darfst Kompromisse machen.

Du darfst auch einmal Ja sagen, obwohl du lieber auf dem Sofa bleiben würdest – weil dir ein Mensch oder eine Sache wichtig ist.

Der Unterschied liegt darin, ob du bewusst Ja sagst oder ob du das Gefühl hast, gar keine andere Wahl zu haben.

Und natürlich wird es Situationen geben, in denen du wieder automatisch reagierst.

Der Unterschied entsteht nicht dadurch, dass du alte Muster nie wieder zeigst.

Sondern dadurch, dass du sie immer früher bemerkst.

Vielleicht hast du beim Lesen an eine Situation gedacht, die sich in deinem Leben immer wiederholt.

Du weißt eigentlich längst, dass du öfter Nein sagen solltest. Dass du dich weniger danach richten möchtest, was andere denken. Dass du deine Bedürfnisse ernster nehmen möchtest.

Und trotzdem machst du es im entscheidenden Moment wieder genauso wie vorher.

Genau deshalb geht es in "Feel You" nicht einfach darum, dir zu sagen, was du anders machen solltest.

Wir schauen gemeinsam darauf, warum du denkst, fühlst und handelst, wie du es tust. Wir verbinden Yoga, Meditation und Coaching, damit Veränderung nicht nur im Kopf stattfindet, sondern nach und nach auch in deinem Alltag.

Wenn du "Feel You" kennenlernen möchtest: Hier findest du alle Infos.

„Feel You mit Yoga, Meditation und Coaching – eigene Muster verstehen und bewusster handeln“

Es allen recht machen zu wollen, hat oft einen guten Grund.

Vielleicht möchtest du dazugehören. Harmonie bewahren. Niemanden enttäuschen. Oder du hast irgendwann gelernt, dass Anerkennung leichter kommt, wenn du hilfreich, unkompliziert und zuverlässig bist.

Deshalb reicht es häufig nicht, dir einfach vorzunehmen, ab morgen öfter Nein zu sagen.

Erst wenn du verstehst, warum dir das Ja so viel Sicherheit gibt, kannst du beginnen, dich in diesen Momenten anders zu entscheiden.

Andere Menschen dürfen dir weiterhin wichtig sein.

Ihre Bedürfnisse dürfen dir wichtig sein.

Ihre Meinung darf dir sogar wichtig sein.

Nur deine eigene sollte dabei nicht immer die sein, die am Ende untergeht.


Wenn du dir wünschst, dich selbst wieder ein Stück näher zu kommen – in deinem Tempo und auf deine Art – dann freue ich mich, dich ein Stück begleiten zu dürfen. Melde dich bei mir per E-Mail oder folge mir auf Instagram für tägliche Impulse.

Deine

Elena

wieder bei dir selbst anzukommen deine Bedürfnisse zu spüren und zu leben Stress, Selbstzweifel und Überforderung loszulassen dir ein Leben aufzubauen, das wirklich zu dir passt