Elena Dorner, Spiritual Life Coach, Yogalehrerin und Mama – begleitet Frauen mit Coaching, Yoga und Meditation auf ihrem Weg zu mehr Selbstliebe und innerer Ruhe. Coaching für Frauen Coaching für Beziehungen Selbstliebe und Selbstannahme Yoga Retreat coaching Retreat Selbstwert steigern Selbstvertrauen steigern Raus aus dem Jammermodus Burnout Prävention Stressreduzieren

Warum ist mir so wichtig, was andere von mir denken?

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Du hast etwas gesagt und das Gespräch ist eigentlich längst vorbei.

Nur in deinem Kopf nicht.

War das zu direkt?

Kam das komisch rüber?

Was denkt sie jetzt von mir?

Vielleicht möchtest du auch eine Entscheidung treffen, die sich für dich eigentlich richtig anfühlt – und plötzlich überlegst du, was deine Familie, deine Kolleginnen oder deine Freunde dazu sagen werden.

Oder jemand reagiert anders als erwartet und du suchst den Grund sofort bei dir.

Warum beschäftigt uns manchmal so sehr, was andere von uns denken?

Und warum reicht der gut gemeinte Ratschlag „Es kann dir doch egal sein, was andere denken“ meistens überhaupt nicht?

Denn häufig geht es um viel mehr als die Meinung eines anderen Menschen. Es geht um Anerkennung, Zugehörigkeit, Selbstwert – und um Dinge, die wir irgendwann über uns und unser Verhältnis zu anderen gelernt haben.

In diesem Artikel möchte ich deshalb nicht nur darauf schauen, wie du dich weniger von der Meinung anderer abhängig machen kannst, sondern vor allem darauf, warum sie überhaupt so wichtig für dich geworden ist.


Zunächst einmal: Es ist vollkommen menschlich, dass uns nicht egal ist, was andere von uns denken.

Wir möchten dazugehören. Wir wünschen uns Anerkennung. Uns sind Beziehungen wichtig und natürlich möchten die meisten von uns nicht ständig anecken oder andere Menschen verletzen.

Das Problem ist also nicht, dass dir die Meinung anderer wichtig ist.

Interessant wird es dann, wenn sie so wichtig wird, dass du beginnst, dich selbst danach auszurichten.

Wenn du eine Entscheidung eigentlich schon getroffen hast – und sie wieder infrage stellst, weil jemand anderes skeptisch reagiert.

Wenn du deine Meinung lieber nicht sagst, weil sie für schlechte Stimmung sorgen könnte.

Wenn du nach einem Gespräch noch Stunden darüber nachdenkst, ob du etwas Falsches gesagt hast.

Oder wenn ein einziger kritischer Kommentar plötzlich ausreicht, damit du an dir selbst zweifelst.

Dann geht es irgendwann nicht mehr nur um die Frage:

Was denkt der andere über mich?

Sondern auch um:

Was bedeutet es für mich, wenn jemand nicht gut über mich denkt?

Und genau dort lohnt es sich, genauer hinzuschauen.


„Andere dürfen eine Meinung über dein Leben haben. Du bist trotzdem diejenige, die es leben muss.“

Elena | Federleicht Leben


Stell dir vor, eine Freundin antwortet ungewöhnlich knapp auf deine Nachricht.

Eigentlich gibt es dafür unzählige mögliche Gründe.

Sie könnte einen stressigen Tag haben. Gerade zwischen zwei Terminen sein. Schlecht geschlafen haben. Mit den Gedanken ganz woanders sein.

Und trotzdem lautet dein erster Gedanke vielleicht:

Habe ich etwas falsch gemacht?

Also liest du deine letzte Nachricht noch einmal. Und noch einmal.

Du gehst euer letztes Gespräch durch.

Warst du zu direkt? Hättest du anders reagieren sollen? Ist irgendetwas zwischen euch?

Die Stimmung eines anderen Menschen wird plötzlich zu einer Aussage über dich.

Ähnliches kann passieren, wenn jemand deine Entscheidung nicht versteht, deine Meinung nicht teilt oder enttäuscht von deinem Nein ist.

Aus einem einfachen „Sie findet meine Entscheidung nicht gut“ wird innerlich schnell:

Vielleicht ist meine Entscheidung tatsächlich falsch.

Oder sogar:

Vielleicht bin ich falsch.

Und genau deshalb kann uns die Meinung anderer so viel stärker treffen, als wir eigentlich möchten.


Wenn du dich häufig fragst, was andere von dir denken, lohnt sich ein Blick darauf, was dir ihre Zustimmung gibt.

Vielleicht Sicherheit.

Vielleicht das Gefühl, dazuzugehören.

Vielleicht die Bestätigung: Ich mache es richtig.

Viele Frauen haben irgendwann gelernt, dass bestimmte Verhaltensweisen besonders "gut ankommen".

Hilfsbereit sein. Vernünftig sein. Leistung bringen. Sich kümmern. Keine Umstände machen. Dinge im Griff haben.

Vielleicht gab es dafür Anerkennung. Vielleicht hat es Konflikte vermieden. Vielleicht hast du auch einfach beobachtet, dass das Miteinander leichter war, wenn du dich angepasst hast.

Die Geschichten dahinter sind unterschiedlich.

Aber wenn wir über lange Zeit erleben, dass Anerkennung stark mit unserem Verhalten verbunden ist, kann die Reaktion anderer irgendwann zu einer Art innerem Gradmesser werden:

Bin ich okay?

Dann suchen wir die Antwort darauf immer wieder im Außen.

Solange jemand zufrieden mit mir ist, fühlt sich alles sicher an.

Kritik, Ablehnung oder Enttäuschung können dagegen plötzlich viel größer wirken, als sie eigentlich sind.

Nicht unbedingt, weil die konkrete Situation so schlimm ist.

Sondern weil sie etwas in uns berührt.


Dass wir darüber nachdenken, wie unser Verhalten bei anderen ankommt, ist nicht grundsätzlich problematisch.

Die entscheidende Frage ist:

Wie viel Einfluss bekommt dieser Gedanke auf dein Leben?

Vielleicht möchtest du eigentlich Nein sagen, sagst aber trotzdem Ja, weil du nicht egoistisch wirken möchtest.

Du hast eine andere Meinung, formulierst sie aber vorsichtshalber etwas weicher.

Du möchtest beruflich etwas verändern, denkst aber zuerst darüber nach, was andere davon halten werden.

Du brauchst eine Pause, hast aber das Gefühl, du müsstest erklären, warum.

Oder du triffst eine Entscheidung – und fragst danach drei Menschen, ob sie sie auch richtig finden.

Je wichtiger die Zustimmung anderer wird, desto schwieriger kann es werden, überhaupt noch zu erkennen:

Was möchte eigentlich ich?

Denn bei jeder Entscheidung sitzen gedanklich plötzlich viele Menschen mit am Tisch.

Was wird meine Familie sagen?

Was denken meine Kolleginnen?

Findet meine Freundin das egoistisch?

Ist jemand enttäuscht?

Und irgendwann entscheiden wir nicht mehr danach, was für uns stimmig ist, sondern danach, welche Reaktion wir im Außen möglichst vermeiden möchten.


Vielleicht merkst du beim Lesen, dass du dich häufiger fragst, was andere von dir denken, wie du auf sie wirkst oder ob du etwas falsch gemacht hast.

In meinem Newsletter greife ich genau solche kleinen Alltagssituationen auf: Warum wir reagieren, wie wir reagieren, warum wir uns manchmal so schnell selbst infrage stellen – und was uns dabei helfen kann, uns selbst wieder ernster zu nehmen und bewusster zu entscheiden.

Wenn du meine Gedanken und Impulse dazu regelmäßig lesen möchtest, kannst du dich hier kostenfrei für meinen Newsletter eintragen.

„Elena Dorner von Federleicht Leben – Impulse zu People Pleasing, Selbstwert und eigenen Bedürfnissen“

Vielleicht hast du dir selbst schon einmal vorgenommen:

Ab jetzt ist mir einfach egal, was andere über mich denken.

Das klingt gut.

Funktioniert nur meistens nicht.

Denn wenn die Meinung anderer für dich mit Zugehörigkeit, Anerkennung oder deinem eigenen Wert verbunden ist, lässt sich dieses Gefühl nicht einfach ausschalten.

Deshalb geht es für mich auch hier nicht darum, dich möglichst schnell zu verändern.

Es geht zunächst darum, dich besser zu verstehen.

Statt dir zu sagen, dass dir die Meinung anderer egal sein sollte, kannst du dich fragen:

  • Warum trifft mich gerade diese Reaktion so sehr?
  • Was befürchte ich, wenn dieser Mensch meine Entscheidung nicht gut findet?
  • Was würde es für mich bedeuten, jemanden zu enttäuschen?
  • Und glaube ich gerade selbst nicht mehr an meine Entscheidung – oder macht mich nur die Reaktion des anderen unsicher?

Manchmal steckt hinter einem Gedanken wie „Was denkt sie jetzt von mir?“ eine ganz andere Frage:

„Bin ich trotzdem okay, wenn jemand gerade nicht mit mir zufrieden ist?“

Und diese Frage lässt sich nicht mit einem schnellen Tipp beantworten.

Jemand ist enttäuscht von deiner Entscheidung.

Jemand findet dein Nein nicht gut.

Jemand kritisiert dich.

Oder jemand reagiert einfach anders, als du es dir gewünscht hättest.

Das kannst du nicht immer verhindern.

Was du aber nach und nach verändern kannst, ist das, was danach passiert.

Vielleicht läuft es bisher ungefähr so:

Jemand reagiert negativ → du wirst unsicher → du hinterfragst dich → du erklärst dich → du passt deine Entscheidung an.

Diese Reaktion kann so schnell passieren, dass du sie kaum bemerkst.

Genau deshalb ist der erste Schritt nicht unbedingt, sofort anders zu handeln.

Sondern zunächst wahrzunehmen:

Was passiert gerade eigentlich in mir?

Vielleicht wirst du nervös. Vielleicht möchtest du dich sofort rechtfertigen. Vielleicht kreisen deine Gedanken. Vielleicht entsteht der Impuls, dein Nein doch wieder zurückzunehmen.

Wenn du diesen Moment früher bemerkst, entsteht etwas Entscheidendes:

ein kleiner Raum zwischen dem, was im Außen passiert, und deiner Reaktion darauf.

Und in diesem Raum kannst du dir eine andere Frage stellen:

Was denke eigentlich ich darüber?

Nicht: Wer von uns hat recht?

Nicht: Wie schaffe ich es, dass der andere wieder zufrieden mit mir ist?

Sondern:

Was ist mir wichtig?

Was brauche ich?


Und fühlt sich meine Entscheidung für mich weiterhin richtig an?

Das ist für mich der Unterschied zwischen automatisch reagieren und bewusst handeln.

Das Ziel ist nicht, irgendwann so selbstbewusst zu sein, dass dich keine Meinung mehr berührt.

Und du musst auch nicht anfangen, grundsätzlich gegen die Erwartungen anderer zu handeln.

Es geht um etwas viel Alltäglicheres:

deine eigene Stimme nicht sofort leiser zu drehen, sobald jemand anderes eine andere Meinung hat.

Vielleicht bedeutet das beim nächsten Mal, nicht sofort auf eine Bitte zu antworten, sondern erst zu überlegen, ob du wirklich Ja sagen möchtest.

Vielleicht lässt du eine kritische Reaktion einen Moment stehen, ohne dich sofort zu erklären.

Vielleicht bemerkst du nach einem Gespräch, dass dein Kopf wieder alles analysieren möchte – und erinnerst dich daran, dass du nicht für jede Stimmung verantwortlich bist.

Oder du hältst an einer Entscheidung fest, obwohl jemand, den du liebst, sie anders getroffen hätte.

Das sind keine riesigen Veränderungen.

Aber genau dort verändert sich etwas.

Nicht, weil dir die anderen plötzlich egal sind. Sondern weil du selbst wieder mit in deine Entscheidungen einfließt.

Vielleicht weißt du längst, dass du dich weniger danach richten möchtest, was andere von dir denken.

Du weißt, dass du nicht für jede Stimmung verantwortlich bist.

Du weißt vielleicht sogar ziemlich genau, wo du häufiger Nein sagen oder stärker für dich einstehen möchtest.

Und trotzdem reagierst du im entscheidenden Moment wieder genauso wie vorher.

Genau deshalb geht es in „Feel You“ nicht einfach darum, dir zu sagen, was du anders machen solltest.

Wir schauen darauf, warum du denkst, fühlst und handelst, wie du es tust.

Mit Coaching, Meditation und Yoga verbinden wir dabei Verstehen und Wahrnehmen: Du lernst, deine eigenen Reaktionen früher zu bemerken, wiederkehrende Muster besser zu verstehen und nach und nach bewusster zu entscheiden, wie du handeln möchtest.

Nicht damit dir irgendwann egal ist, was andere denken.

Sondern damit deine eigene Meinung über dein Leben wieder genauso viel Gewicht bekommt.


Wenn du "Feel You" kennenlernen möchtest: Hier findest du alle Infos.

„Feel You mit Yoga, Meditation und Coaching – eigene Muster verstehen und bewusster handeln“

Wir leben nicht unabhängig von anderen Menschen.

Natürlich möchten wir dazugehören. Natürlich kann Kritik wehtun. Und natürlich beschäftigt uns die Meinung von Menschen, die uns wichtig sind.

Das muss auch gar nicht verschwinden.

Die entscheidende Veränderung beginnt dort, wo du merkst, dass die Reaktion eines anderen nicht automatisch bestimmt, ob deine Entscheidung richtig oder falsch ist.

Wo du nicht mehr jede schlechte Stimmung sofort zu deiner Verantwortung machst.

Wo du dich nicht sofort infrage stellst, nur weil jemand anders dich infrage stellt.

Und wo neben der Frage „Was werden die anderen denken?“ immer häufiger noch eine zweite auftaucht:

„Und was denke eigentlich ich?“

Denn am Ende geht es nicht darum, dass dir andere Menschen weniger wichtig werden.

Es geht darum, dass du dir selbst wieder genauso wichtig wirst.


Wenn du dir wünschst, dich selbst wieder ein Stück näher zu kommen – in deinem Tempo und auf deine Art – dann freue ich mich, dich ein Stück begleiten zu dürfen. Melde dich bei mir per E-Mail oder folge mir auf Instagram für tägliche Impulse.

Deine

Elena

wieder bei dir selbst anzukommen deine Bedürfnisse zu spüren und zu leben Stress, Selbstzweifel und Überforderung loszulassen dir ein Leben aufzubauen, das wirklich zu dir passt