Lesedauer: ca. 7 Minuten
Wie du inneren Halt findest, wenn im Außen alles wackelt.
Es gibt Zeiten im Leben, in denen alles stabil scheint. Wir fühlen uns sicher, gehalten – in uns und durch unsere Beziehungen. Doch dann kommt das Leben dazwischen. Eine Krise. Ein Streit. Eine Enttäuschung. Und plötzlich steht alles Kopf. Wir zweifeln. An anderen. An uns. Am Leben.
Vertrauen ist in diesen Momenten kein Luxus. Es ist das, was uns trägt – oder eben fehlt.
Vertrauen ist mehr als ein schönes Gefühl. Es ist ein innerer Zustand, der uns durch unsichere Zeiten führt. Wenn wir vertrauen, entspannen wir uns – körperlich und mental. Wir fühlen uns sicherer, klarer, ruhiger.
Doch genau in Krisenmomenten fällt es uns oft am schwersten, im Vertrauen zu bleiben. Die Unsicherheit im Außen bringt Unsicherheit im Inneren. Alte Erfahrungen werden getriggert. Wir verfallen in Grübelschleifen. Kontrollieren mehr. Oder ziehen uns zurück.
„Vertrauen schafft Raum für menschliche Nähe.“
Ernst Ferstl
Wir glauben oft, Vertrauen sei etwas, das von außen kommt. Dass wir es nur haben können, wenn andere sich richtig verhalten. Wenn die Umstände stimmen. Doch echtes Vertrauen beginnt in uns selbst. Es ist ein inneres Fundament, das auch dann hält, wenn im Außen alles bröckelt.
Dieses Fundament entsteht nicht über Nacht. Es wächst, wenn wir beginnen, uns selbst ernst zu nehmen. Wenn wir uns zuhören. Unsere Grenzen kennen. Unsere Geschichte verstehen. Und lernen, uns mit allem, was wir sind, anzunehmen.
Vertrauen kann zerbrechen. Durch Worte. Taten. Lügen. Schweigen. Und oft trifft uns das besonders hart, wenn wir ohnehin schon unsicher sind. Wenn alte Verletzungen im Spiel sind. Wenn wir ohnehin gelernt haben: Ich bin nicht sicher. Ich bin nicht wichtig. Ich kann niemandem wirklich vertrauen.
Doch genau dann ist es wichtig, nicht aufzugeben. Nicht in der Enttäuschung stecken zu bleiben. Sondern Schritt für Schritt neue Wege zu finden – mit uns und mit anderen.
Um Vertrauen neu wachsen zu lassen – in dich selbst, in andere, ins Leben. Im Workshop „See You“ verbinden wir sanfte Körperarbeit mit innerer Reflexion, damit du dich wieder mit deinem Vertrauen und deinem inneren Halt verbinden kannst.
Du darfst dich zeigen – mit allem, was ist.
Sprich aus, was war.
Verletzungen brauchen Worte. Und Raum. Wenn das Vertrauen gebrochen wurde, ist es wichtig, ehrlich zu benennen, was wehgetan hat. Ob im Gespräch mit der Person oder für dich selbst – zum Beispiel im Schreiben oder im Coaching.
Zieh klare Grenzen.
Vertrauen bedeutet nicht, alles zu verzeihen oder dich wieder zu öffnen, wenn es sich nicht sicher anfühlt. Du darfst dich schützen. Du darfst Nein sagen. Du darfst dir Zeit nehmen.
Stärke dein inneres Vertrauen.
Jeder Moment, in dem du auf deine Bedürfnisse hörst, dir selbst Mitgefühl schenkst oder liebevoll für dich sorgst, stärkt dein Urvertrauen. Es geht nicht darum, perfekt zu vertrauen. Sondern darum, immer wieder dorthin zurückzufinden.
Vertrauen in andere ist wichtig. Doch das Vertrauen in dich selbst ist der Ort, an den du immer wieder zurückkehren kannst. Es ist dein sicherer Anker, wenn andere dich enttäuschen. Wenn Pläne scheitern. Wenn du dich verlierst.
Vertrauen in dich heißt:
Wenn du spüren willst, wie eng dein Vertrauen mit deiner Vergangenheit verknüpft ist, kann es hilfreich sein, deine eigene Geschichte bewusster zu betrachten. In meinem 0€ PDF „Wie deine Vergangenheit deine Zukunft beeinflusst – und wie du den Kreislauf durchbrichst“ begleite ich dich mit Fragen und Impulsen dabei, alte Muster zu erkennen und dich selbst besser zu verstehen.
Vielleicht ist das genau der erste Schritt, den du gerade brauchst.
Vertrauen ist kein Zustand, der einfach da ist oder nicht. Es ist etwas, das du üben kannst. In dir selbst. In Beziehungen. Im Leben. Auch – oder gerade – wenn es schwierig ist.
Vertrauen bedeutet nicht, dass immer alles leicht ist. Es bedeutet:
Deine
Elena